Entwicklungswerk
Entwicklungsförderung INPP in Reutlingen

 Lernen ist abhängig von der Fähigkeit des

 Gehirns, sensorische

Informationen zu organisieren."

                                                                                          A. Jean Ayres

Symptome

Je nach Alter zeigen sich unterschiedliche Auffälligkeiten – vom Kleinkind bis ins Schulalter.

Oft steckt dahinter kein "Nicht-Wollen", sondern ein "Noch-nicht-Können".

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Kleinkind
  • Schreit mehr als andere
  • Es gibt Stillprobleme oder Probleme
    bei der Breikosteinführung
  • Lässt das Kriechen und Krabbeln aus
  • Findet in keinen regelmäßigen
    Schlafrhythmus
  • Lernt zu früh oder zu spät das
    Laufen
  • Spricht zu früh oder zu spät
Vorschulkind
  • Hat Trennungsängste von den Eltern
  • Das Sprechen fällt ihm schwer
  • Verhält sich eher ruhig und meidet
    Bewegungssportarten
  • Kann nicht gut mit Bällen umgehen
  • Kann nicht still sitzen bleiben
  • Hat Nahrungsunverträglichkeiten,
    Neurodermitis oder häufige Infekte
  • Reihe vor einfügen
  • Ist eher ruhig, angepasst und
    zurückhaltend
  • Kleckert noch viel beim Essen
  • Nässt sich regelmeißig ein
  • Hat Schwierigkeiten beim an- und
    ausziehen
Schulkind
  • Kann sich nur schwer konzentrieren
  • Hat Lese- und/ oder
    Schreibschwierigkeiten
  • Hat Schwierigkeiten in mathematischen
    Themen
  • Meidet Sportunterricht
  • Motorische Unruhe
  • Leidet unter Reiseübelkeit
  • Ist empfindlich gegenüber Licht und
    Geräusche
  • Ist sehr schreckhaft
  • Kann sich schwer in Zeit und Raum
    orientieren
  • Ist zurückhaltend in neuen Situationen
    und meidet alles Neue
  • Hat ein mangelndes Selbstbewusstsein, schüchtern, kritikunfähig

So begleite ich Ihr Kind auf seinem Entwicklungsweg

Verstehen

Wir schauen gemeinsam, wo Ihr Kind gerade steht und welche Ursachen hinter den Herausforderungen liegen.

Analyse

Durch gezielte Testungen werden frühkindliche Reflexe und deren Einfluss auf die Entwicklung sichtbar.

Integration

Mit einem individuell angepassten Bewegungsprogramm unterstützen wir das Nervensystem Ihres Kindes.

Entwicklung erleben

Ihr Kind gewinnt Schritt für Schritt mehr Sicherheit, Ruhe und Leichtigkeit im Alltag.

  • FPR

  • Moro

  • TLR

  • ATNR

  • STNR

Furchtlähmungsreflex


Der Furchtlähmungsreflex- wenn Kinder in eine innere Starre geraten

Ein anschauliches Beispiel aus der Praxis ist die siebenjährige Mia. Auf den ersten Blick wirkt sie ruhig, angepasst und eher zurückhaltend. Ihre Eltern und Lehrer beobachten jedoch, dass sie in bestimmten Situationen schnell "wie eingefroren" wirkt. Besonders bei neuen, ungewohnten oder unerwarteten Ereignissen zieht sie sich zurück, spricht kaum noch und bewegt sich wenig.

In der Schule fällt auf, dass Mia sich meldet, solange sie sich sicher fühlt. Wird sie jedoch plötzlich aufgerufen oder verändert sich eine Situation unerwartet, scheint sie innerlich zu blockieren. Sie wirkt dann abwesend, reagiert verzögert oder gar nicht. Auch zu Hause berichten die Eltern, dass Mia nach solchen Momenten Zeit braucht, um wieder "anzukommen".

Der Furchtlähmungsreflex ist ein sehr früher Schutzmechanismus, der sich bereits im Mutterleib entwickelt. Ursprünglich dient er dazu, den Körper in potenziell bedrohlichen Situationen zu schützen, indem er eine Erstarrungs- oder Rückzugsreaktion auslöst. Bei Mia zeigt sich, dass dieser Reflex offenbar noch aktiv ist und ihr Nervensystem in bestimmten Momenten automatisch in diesen "Schutzmodus" schaltet.

Im Alltag bedeutet das für Mia, dass sie ihre Umgebung sehr intensiv wahrnimmt. Geräusche, Berührungen oder auch Stimmungen anderer Menschen können schnell zu viel werden. Gleichzeitig besteht oft ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit, Struktur und Kontrolle. Unerwartete Veränderungen können daher schnell zu Überforderung führen.

Dieses Beispiel zeigt, wie ein noch aktiver Furchtlähmungsreflex das Verhalten eines Kindes beeinflussen kann. Anstatt flexibel auf Situationen reagieren zu können, geht das Nervensystem in eine Art Starrezustand. Mit gezielter Unterstützung kann das Kind jedoch lernen, mehr Sicherheit zu entwickeln und Schritt für Schritt wieder handlungsfähiger zu werden.

Mögliche Anzeichen eines Nicht- integrierten Furchtlähmungsreflexes

  • Auffallend ruhiges, angepasstes und eher zurückhaltendes Verhalten
  • Wenig impulsiv oder aufbrausend, oft stark kontrolliert im Ausdruck
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Berührungen (taktile Überempfindlichkeit)
  • Ausgeprägte Sensibilität über alle Sinneskanäle hinweg
  • Schnelle Überforderung durch Reizüberflutung
  • Starkes Bedürfnis nach Kontrolle über Situationen und Abläufe
  • Tendenz, eigene Grenzen zu überschreiten, um Anerkennung zu erhalten oder sich zu beweisen
  • Schlafauffälligkeiten wie Nachtschreck oder unruhiger Schlaf
  • Ausgeprägte Ängste bis hin zu Panikreaktionen
  • Schwierigkeiten im Sprechen in bestimmten Situationen (z. B. selektiver Mutismus)

Veränderungen

Mit gezielter Unterstützung können diese frühkindlichen Reflexe nachträglich integriert werden. Dadurch kann mehr Ruhe, bessere Koordination, ein gesteigertes Selbstvertrauen und oft auch eine spürbare Entlastung im Familienalltag entstehen.

Ihr Kind muss nicht „funktionieren“ – es darf sich entwickeln.

Und genau dabei begleite ich Ihr Kind und Sie.